Deutsche Marine gegen Piraten
Die deutsche Bundesregierung will im Kampf gegen die Piraten vor den Seychellen helfen. Gemäß des Kabinettausschusses soll die deutsche Marine die Seeräuber künftig bis zu den Seychellen jagen können. Somit wird das Einsatzgebiet enorm ausgeweitet.
Obwohl das Gebiet größer wird, soll die Obergrenze von 1400 Soldaten nicht verändert werden. Bisher reichte das Seegebiet nur bis zum westlichen Horn von Afrika. Die Ausbreitung ist jedoch nötig, weil die Piraten sich immer weiter von den Küstengewässern entfernen. Alle anderen Einzelheiten im Mandat bleiben unverändert. SO sollen die Überfälle auf die Handelsschiffe verhindert werden, und auch die Schiffe des Welternährungsprogramms für Somalia sollen sicher ankommen. Deutschland ist mit zwei Fregatten an der Mission beteiligt. Nach Angaben des Sprechers des Verteidigungsministeriums, Thomas Raabe, sind in dem Seegebiet insgesamt 43 Kriegsschiffe gegen Piraten im Einsatz.
Das Ziel bleibt der freie Seehandel. Dieser darf nicht von den Piraten zerstört werden. Allerdings fahren immer noch Schiffe unangemeldet in die Krisenregionen. Selbst Kreuzfahrtschiffe sind hier unterwegs, wobei eine große Gefahr für die Touristen ausgeht. Die Seeräuber dringen mittlerweile auch wegen des Drucks der Militärschiffe vor Somalia bis zu den Seychellen vor. Für die Touristen auf den Inseln soll es jedoch keine Gefahr geben, denn die Räuber haben es zum größten Teil auf Handelsschiffe abgesehen.